Dannzig - Mottlaupromenade

Gedenkfahrt "Auf den Spuren von Flucht und Vertreibung"

24.05.-02.06.2019

10 Tage

Marienburg - Tilsit - Elchniederung - Königsberg - Pillau - Rauschen - Heiligenbeil - Danzig - Westerplatte - Gdingen - Hela

Reiseleitung: Peter Westphal

1. Tag: Anreise nach Dirschau
Fahrt ab Hannover mit Zustiegsmöglichkeiten entlang der Fahrtroute bis nach Polen, Zwischenübernachtung im Hotel „Nad Wisla“ direkt am Weichselufer zwischen Dirschau und Marienburg.

2. Tag: Marienburg
Nach dem Frühstück unternehmen Sie eine Führung durch die Marienburg, eine der mächtigsten Backsteinburgen der Welt, die durch ihre Größe und Architektur noch heute die Besucher beeindruckt. Anschließend Weiterreise über den polnisch-russischen Grenzübergang und vorbei an Königsberg, Tapiau und Wehlau bis nach Tilsit, wo Sie Ihre Zimmer im Hotel „Rossija“ beziehen.

3. Tag: Elchniederung
Fahrt in die Elchniederung. In Heinrichswalde besteht die Möglichkeit zur Teilnahme am evangelischen Gottesdienst mit der dortigen Gemeinde. Anschließend Weiterfahrt über Neukirch nach Rauterskirch, dort  offizieller  Empfang und ein herzliches Treffen mit der örtlichen Bevölkerung sowie Besuch der historischen Kirche an der Gilge. In der auch mit deutschen Mitteln unterstützten Sanitätsstation ist der Tisch zu einem kleinen Imbiss gedeckt. Nach einem Fotostopp im benachbarten Seckenburg geht es weiter durch den südlichen Teil der Elchniederung mit Besuch von Groß Friedrichsdorf und zurück nach Tilsit. Natürlich besteht auch die Möglichkeit zu eigenen Unternehmungen, sofern Sie nicht am geführten Ausflugsprogramm teilnehmen möchten. Unser bewährter Taxiservice steht Ihnen für eigene „Erkundungsfahrten“ zur Verfügung. Übernachtung in Tilsit.

4. Tag: Tilsit
Rundfahrt durch die Elchniederung, insbesondere in die Gebiete nördlich der Gilge mit Besuch von Sköpen, Kuckerneese, Herdenau, Karkeln, Inse, zum Jagdschloss Pait, weiter über Milchhof, Alt-Dümpelkrug, Rautersdorf, Bretterhof und Rautenburg. Am Nachmittag Stadtrundfahrt in Tilsit. Zunächst Besuch im teilweise neu gestalteten Park Jakobsruh mit einem Spaziergang zum wiedererrichteten Königin-Luise-Denkmal. Anschließend geht es durch die alten Wohnviertel zum Schlossmühlenteich. Auch die Gedenkstätte am Waldfriedhof wird während der Rundfahrt besucht. Abschluss und Höhepunkt der Stadtführung ist jedoch ein gemeinsamer Spaziergang durch die Hohe Straße. An den überwiegend sehr schön restaurierten Jugendstilfassaden kann man die einstige Schönheit der Stadt an der Memel erahnen. Übernachtung in Tilsit.

5. Tag: Labiau & Königsberg
Auf der Weitereise zunächst Zwischenstopp in Kreuzingen und weiter nach Westen. Im früheren Dorf Waldwinkel am Rande des Elchwaldes besuchen Sie ein liebevoll eingerichtetes und mit vielen erhaltenen Original-Exponaten aus deutscher Zeit ausgestattetes Museum in der früheren deutschen Schule. Sie fühlen sich in die Kindheit in Ostpreußen zurückversetzt. In Labiau passieren Sie die Adler-Brücke, einen weiteren Punkt der Fluchtstrecke. Hier unweit mündet die Deime in das Kurische Haff. Weiter geht es vorbei an Neuhausen und Sie erreichen die frühere Provinzhauptstadt Königsberg, das heutige russische Kaliningrad. Bei der Stadtrundfahrt besuchen Sie die erhaltenen Sehenswürdigkeiten wie den wiedererrichteten Königsberger Dom, die Luisenkirche oder den früheren Hansa-Platz mit dem ehemaligen Nordbahnhof und die erhaltenen Stadttore und Befestigungsanlagen wie das restaurierte Königstor und den Litauer Wall. In der früheren Cranzer Allee besuchen Sie die Kriegsgräbergedenkstätte, eine der größten Anlagen in Königsberg. Darüber hinaus erleben Sie eine aufstrebende russische Großstadt im Umbruch und voller Kontraste, sowohl sozial als auch städtebaulich. Anschließend erleben Sie bei einer Bootsfahrt auf dem Pregel und um die Kneiphofinsel die frühere Börse, den Dom und den Königsberger Hafen vom Wasser aus. Abendessen und Übernachtung in Königsberg.

6. Tag: Pillau & Palmnicken
Bei der heutigen Rundfahrt durch das Samland geht es zunächst vorbei an Fischhausen nach Pillau an der Ostsee. Die Hafenstadt hatte eine besondere Bedeutung für viele Ostpreußen im Winter 1945, als tausende Menschen von hier aus ihre Heimat für immer verlassen mussten. Heute gibt es in Pillau neben den historischen Bauten, Befestigungsanlagen und dem bekannten Leuchtturm eine große Kriegsgräbergedenkstätte, ein Ort der Besinnung und des Gedenkens an alle Opfer der vergangenen Kriege. Auf der Weiterfahrt durch das Samland besuchen Sie Palmnicken - hier wird im Tagebau der für Ostpreußen typische Bernstein gewonnen. Beim Besuch der Aussichtsterrasse haben Sie einen guten Überblick. Am Nachmittag erreichen Sie das Ostseebad Rauschen an der waldbestandenen Steilküste des Samlandes. Rauschen ist auch heute wieder ein schöner Ferienort mit vielen Gästehäusern und Hotels, hübsch restaurierten alten Holzvillen und einer Kurpromenade mit kleinen Straßencafés und urigen Kneipen. Übernachtung in Königsberg.

7. Tag: Heiligenbeil, Frauenburg & Frisches Haff
Weiterreise am Frischen Haff entlang bis nach Heiligenbeil. Hier fanden zu Kriegsende starke Kämpfe im „Heiligenbeiler Kessel“ statt. Über die russisch-polnische Grenze geht es weiter über Braunsberg bis nach Frauenburg. Im imposanten Frauenburger Dom werden Sie zu einer Führung erwartet. Hier hatte Nikolaus Kopernikus seine wichtigste Schaffensphase und entwickelte das damals revolutionäre heliozentrische Weltbild. Unterhalb der Burganlage des Frauenburger Domes besuchen Sie den von Deutschen und Polen gemeinsam aufgestellten Gedenkstein für die Opfer der Flucht über das Frische Haff. Auf diesem Weg über das Eis des damals zugefrorenen Haffs zogen lange Flüchtlingstrecks unter größten Opfern vor der im Winter 1945 herannahenden Front nach Westen. Sie erleben diese Passage bei einer Schiffsfahrt von Frauenburg über das Frische Haff bis nach Kahlberg auf der Frischen Nehrung. Von hier geht es weiter über die Frische Nehrung vorbei an Stutthof und weiter durch das Weichseldelta bis nach Danzig. Abendessen und Übernachtung in Danzig.

8. Tag: Danzig & Westerplatte
Nach dem Frühstück unternehmen Sie einen geführten Spaziergang durch die sehenswerte Danziger Altstadt. Sie bummeln mit Ihrem Stadtführer am Motlauufer entlang zum Krantor und sehen den Langen Markt mit dem Artushof, einst der Treffpunkt der Hanseatischen Kaufleute. Danach Schifffahrt zur Westerplatte. Hier begann am 1. September 1939 der zweite Weltkrieg. Zum Gedenken an die historischen Ereignisse, mit denen die Westerplatte verbunden ist, wurde hier eine Gedenkstätte eingerichtet. Von dem 25 m hohen Mahnmal hat man einen weiten Blick auf den Hafen und die Danziger Bucht. Übernachtung in Danzig. 

9. Tag: Gdingen & Hela
Fahrt von Danzig vorbei am Ostseebad Zoppot nach Gdingen (1939 – 1945 Gotenhafen), einem der wichtigsten Fluchtpunkte im Januar 1945. Schiffsfahrt von Gdingen aus durch die Danziger Bucht bis auf die Halbinsel Hela. Die Halbinsel Hela war bis zum Kriegsende hart umkämpft und bot in den letzten Kriegswochen die einzige Möglichkeit des Abtransports der aus den ostdeutschen Gebieten wie Ostpreußen, der Danziger Bucht und der Weichselniederung geflohenen Zivilisten über See nach Westdeutschland. Auf diesem Wege verließen im Zeitraum von Januar bis Mai 1945 etwa 1,35 Millionen Menschen ihre Heimat. Anschließend per Bus vorbei an Heisternest wieder zum Festland und weiter bis nach Pommern zur Übernachtung in Köslin.

10. Tag: Heimreise
Rückreise nach Deutschland. Unterwegs Mittagspause auf einem polnischen Markt bei Stettin.

-Programmänderungen vorbehalten-

Leistungen:
- Fahrt im modernen Fernreisebus mit Klimaanlage, WC und Kaffeeküche
- 1 Ü/HP bei Dirschau, Hotel “Nad Wisla”
- 3 Ü/HP in Tilsit, Hotel „Rossija“
- 2 Ü/HP in Königsberg, Hotel „Dohna “
- 2 Ü/HP in Danzig, Hotel „Wolne Miasto“
- 1 Ü/HP in Köslin, Hotel „Gromada Arka“
- Besichtigungsprogramm wie beschrieben
- Deutschsprachige Betreuung während des Aufenthaltes im nördl. Ostpreußen sowie zu den Führungen in Polen
- Visabeschaffung

(Mindestteilnehmerzahl: 25 Personen)

Preis: EUR 1.065,-
EZZ: EUR 185,-
Visagebühr: EUR 85,-