Königsberger Dom

Heiligenbeiler Busreise

26.05.-05.06.2020

11 Tage

Thorn, Oberländer Kanal, Frauenburg, Heiligenbeil, Wehlau mit Flusslandschaften der Alle und des Pregels, Gut Nesselbeck, Königsberg, Samlandküste mit Pillau, Rauschen und Palmnicken, Tilsit und das Memelland bis nach Nidden und die Kurische Nehrung

Reiseleitung: Dietrich Mattern

1. Tag: Anreise nach Thorn
Der Reisetag beginnt auf dem Betriebshof der Fa. Partner-Reisen in Lehrte mit Zustiegen in Hannover und entlang der Fahrtroute (an den Autobahnraststätten). Zwischenübernachtung in Thorn/Polen. Die sehenswerte Altstadt von Thorn bietet Gelegenheit zu einem abendlichen Spaziergang, Ihr unmittelbar an der Altstadt liegendes Hotel „Bulwar“ ist ein idealer Ausgangspunkt.

2. Tag: Oberländer Kanal & Elbinger Höhen
Nach dem Frühstück starten wir die Weiterreise mit einem Zwischenstopp zur Schiffsfahrt auf dem einmaligen Oberländischen Kanal, wo die Schiffe auf den einzelnen Kanalabschnitten über die Rollberge gezogen werden. Hiernach geht unsere Busfahrt über die Elbinger Höhen und Cadinen, dem einstiegen Sommersitz des Kaisers, weiter und wir erreichen Frauenburg zur Besichtigung des Frauenburger Domes, der ehemaligen Wirkungsstätte von Nikolaus Kopernikus. Weiter geht es dann über Braunsberg zur poln.-russ. Grenze in Grunau und in wenigen Kilometern erreichen wir nach den Grenzformalitäten das Hotel „Zur Brücke“ in Heiligenbeil, jetzt russ. Mamonowo. Nach dem erlebnisreichen Tag richten wir uns für die nächsten zwei Übernachtungen hier gemütlich ein. Für das erste Kennenlernen der ehemaligen Kreisstadt Heiligenbeil schließen Sie sich nach dem Abendessen dem Führungsangebot an.

3. Tag: Heiligenbeil
Am heutigen Donnerstag können eigene Unternehmungen durchgeführt werden. Dafür können auch nach Anmeldungen bewährte Taxifahrten in Anspruch genommen werden. Sie können aber auch die Angebote zur ausgiebigen Stadtführung mit Besichtigung des Ehrenfriedhofes und weiteren städtischen Exkursionen wahrnehmen. Soweit möglich, können Wünsche dabei berücksichtigt werden.  Im Mittelpunkt steht heute aber auch die ev. Kirchenruine, deren Grundmauern freigelegt wurden um in diesem Jahr an die 700-jährige Geschichte des Gotteshauses zu erinnern.  Als Museumsdirektor des Stadtmuseums von Mamonowo wird Dmitry Shilov über die Arbeiten an der Ruine berichten. Nach dem Abendessen wartet dann das Stadtmuseum von Mamonowo auf unseren Besuch und der Museumsdirektor mit seinen ehrenamtlichen Helfern werden uns fachkundig durch das Museum führen. Bei einer gemeinsamen gemütlichen Stunde im Kaminzimmer klingt der Tag im heimatlichen Städtchen aus.

4. Tag: Tapiau - Wehlau & Bootsfahrt auf Pregel und Alle
Es gilt, Heiligenbeil „Auf Wiedersehen“ zu sagen. Nach dem Frühstück beginnt dann eine Tagestour zunächst durch den Kreis Heiligenbeil mit Fotostopp in Bladiau und im Ortskern von Ludwigsort, wo die 900-jährige alte Eiche ein Fotomotiv zur Ergänzung und Erinnerung an die ca. 700-jährige alte Eiche in Cadinen, die wir bei der Durchfahrt der Elbinger Höhen bewundern konnten, ist. Unser Ausflug geht weiter nach Tapiau, dem Geburtsort der bekannten Maler Lovis Corinth und Ernst Mollenhauer. Das niedersächsische Celle ist die Patenstadt von Tapiau, dem russischen Gwardeisk. Über den Marktplatz und die Bergstraße, am ehemaligen Hotel Schwarzer Adler vorbei, gelangen wir an die Vereinigung des Pregelflusses mit der Deime. Pünktlich um 12.00 Uhr Mittag sollten wir dann am alten Rathaus sein, um nicht das imposante Glockenspiel zu verpassen. Danach folgen wir den Flusslauf des Pregels nach Wehlau, der ehemaligen Kreisstadt, dem heutigen Znamensk. Einst wurde hier am Pregelufer der größte Pferdemarkt Europas abgehalten. Die im Jahre 1260 erbaute Deutsche Ordenskirche St. Jakobi ist heute als Ruine und Mahnmal erhalten geblieben.  Weitere geschichtliche Erläuterungen werden uns durch die Stadtführung vermittelt, die dann mit einem Erlebnis der Natur- und Flusslandschaft des Pregels und der Alle bei einer Fahrt auf einem Hausboot abgeschlossen wird. Danach machen wir uns auf den Weg zum Ziel unseres heutigen Tagesausfluges. Ca. 10 km nördlich von Königsberg liegt die Hotelanlage des ehemaligen Gutes Nesselbeck, dessen Gartenanlage zum Ausspannen einlädt und wo der Hotelservice uns verwöhnen wird. Hier checken wir für drei Übernachtungen ein.

5. Tag: Samlandrundfahrt mit Besuch von Pillau & Palmnicken
Heute fahren wir zur Samlandküste an der Ostsee. Das erste Ziel ist die heute ca. 32.000 Einwohner zählende Hafen- und Marinestadt Pillau, wo wir nach der Stadtführung auch die gepflegte Kriegsgräberstätte besichtigen werden. Weiter geht unsere Tagestour nach Palmnicken zum Bernsteintagebau, wo das Gold der Ostsee aus der blauen Erde gewaschen wird. Geologen schätzen die Bernsteinvorräte an der Küste des Samlandes auf mindestens 300.000 Tonnen Rohbernstein – ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Zukunft. Bei einem Spaziergang am weitläufigen Ostseestrand von Palmnicken, dem jetzigen Jantarny, lassen wir die Ostseewellen, den Wind und den ostpreußischen Himmel auf uns wirken. Das uns hier aber auch die menschenverachtende Holocaustgeschichte des Dritten Reiches einholt, erleben wir am Denkmal der ermordeten Juden am Strand von Palmnicken. Mit diesen Eindrücken machen wir noch einen Stopp in Georgenswalde und besuchen dort das „Brachert Museum“ bevor es dann weitergeht zur nächsten Stadtführung in Rauschen. Das belebte Ostseebad steht ganz im Zeichen des Bernsteinschmuckes, der an vielen Stellen angeboten wird. Das mondäne Seebad an der Steilküste zur Ostsee lädt mit seiner neuen Promenade zu einem Spaziergang ein. Mit diesen vielen Eindrücken erreichen wir wieder unsere Hotelanlage des ehemaligen Gutes Nesselbeck und lassen uns dort am Abend bei geselligen Unterhaltungen verwöhnen.

6. Tag: Königsberg
Am heutigen Sonntag werden wir Königsberg einen Besuch abstatten und uns von der einheimischen Stadtführerin ihre Stadt Kaliningrad und die historischen Sehenswürdigkeiten und Kulturdenkmäler zeigen lassen. So unternehmen wir auch Spaziergänge zur Schlossruine, dem Rätehaus und auch zum Ober- und Schlossteich. Bei einer Schiffsfahrt auf dem Pregel durchfahren wir den Königsberger Hafen und erleben die andere Seite der Stadt am Pregelfluss.  Auch ein Besuch des Bernsteinmuseums ist vorgesehen. Als Highlight ist der Besuch des Orgelkonzerts im Königsberger Dom eingeplant und auch ein Mittagstisch im wieder aufgebauten Fischdorf wartet auf uns.  Am späteren Nachmittag endet die ausgiebige Exkursion in Königsberg und wir fahren wieder nach Nesselbeck zur dortigen letzten Übernachtung.

7. Tag: Memelland & Klaipeda
Unsere Ostpreußentour führt uns heute über Labiau, wo wir den Deime-Fluss überqueren, und Kreuzingen, einer Stadt mit ca. 2.000 Einwohnern, in der sich bis 1945 der größte Viehverladungsbahnhof Deutschlands befand. Wir erreichen Tilsit, wo wir über die Luisenbrücke über den Memelfluss die russisch-litauische Grenze passieren. Auf der Nordseite des Stromes durchfahren wir die Naturlandschaft des Memellandes bis nach Memel, dem litauischen Klaipeda. Hier lassen wir uns die schöne Altstadt zeigen. Natürlich darf ein Fotomotiv mit dem Ännchen von Tharau auf dem Theaterplatz nicht fehlen. Nach dieser Exkursion setzen wir mit der Fähre auf die Kurische Nehrung über und erreichen über Schwarzort unser Tagesziel in Nidden. Für zwei Übernachtungen checken wir hier im Hotel ein.

8. Tag: Nidden
Nidden, litauisch Nida, ist die Perle der Kurischen Nehrung. Sie erleben bei einem geführten Spaziergang durch den sehr schönen Ferienort u.a. auch das Domizil des Schriftstellers Thomas Mann auf dem Schwiegermutterberg. Ein Zeugnis des friedlichen Miteinanders von drei Volksgruppen sind die deutschen, kurischen und litauischen Gräbertafeln auf dem Friedhof der angrenzenden Niddener Kirche. Einmalig auch der malerische „Italienblick“ über das Kurische Haff. Der Nachmittag steht für eigene Unternehmungen zur Verfügung. Mit dem Fahrradverleihangebot bieten sich Erkundungsfahrten der näheren Umgebung an und ganz entspannt kann man sich auch bei einer Fahrt mit einem historischen Kurenkahn den Wind um die Nase wehen lassen. Die Gastronomie bietet Leckereien für den Gaumen und in zahlreichen kleinen Läden animieren hübsche Souvenirs zum Kauf. Entspannen kann man sich an der gepflegten Promenade am Haffufer und der Abend klingt beim gemeinsamen Abendessen mit guten Gesprächen aus.

9. Tag: Schwarzort
Heute folgen wir der alten Poststraße bis zur ältesten Ortschaft auf der Kurischen Nehrung: Schwarzort. Dieses Fischerdorf wird noch immer geprägt von schönen Holzvillen und bunten Fischerhäuschen. Die in Schwarzort über 42 Meter hohe und bewaldete Düne erhielt den Namen Hexenberg. Hier befinden sich 82 von litauischen Künstlern geschaffene Holzskulpturen, die die Sagen- und Märchengeschichten dieses Landstriches erzählen wollen. Ein Rundgang wird zu einem zauberhaften Erlebnis. Auf der Flaniermeile am Haff entlang werden anschließend künstlerische Steinskulpturen gezeigt. Auf unserem Weg liegt auch die Backsteinkirche, die nach einem Brand Ende des 19. Jahrhunderts wieder aufgebaut worden ist, hier finden im Sommer auch Gottesdienste in deutscher Sprache statt. Schwarzort hatte aber auch eine Bernsteinblütezeit, als man im 19. Jahrhundert große Bernsteinvorkommen entdeckt hatte. Leider waren diese nach wenigen Jahrzehnten erschöpft. Danach entwickelte sich hier der Badetourismus und ein Bauboom bescherte dem Ort ein ansehnliches Villenviertel. Nach diesem Besuch fahren wir wieder zurück nach Nidden und lassen den Tag ausklingen.

10. Tag: Kurische Nehrung (russischer Teil)
Heute beginnt unsere Heimreise, die uns über die Kurische Nehrung zunächst zur litauischen-russischen Grenzabfertigung führt. Im russischen Bereich der Kurischen Nehrung ist der Besuch der Vogelwarte in Rossitten, einst die erste ornithologische Vogelbeobachtungsstation der Welt, vorgesehen. Wir verlassen bei Cranz die Kurische Nehrung und fahren auf der neuen Autobahn über Königsberg zum russisch-polnischen Grenzübergang „Mamonowo II“ bei Rehfeld im ehemaligen Kirchspiel Eisenberg. Weiter geht unsere Fahrt über Elbing zum Tagesziel unserer letzten Übernachtung im Hotel Gromada in Schneidemühl. Am Abend gilt es, ein Resümee über unsere Erlebnisse der Ostpreußenfahrt in gemütlicher Runde zu ziehen.

11. Tag: Küstrin & Heimreise
Nachdem unser Gepäck im Bus gut verstaut ist, treten wir am letzten Tag unserer gemeinsamen Erlebnisfahrt die Heimreise an. Am polnischen Grenzübergang in Küstrin besuchen wir noch zur Mittagszeit den polnischen Markt, bevor dann die Heimreise zu den Haltepunkten der Zustiegsorte der Mitreisenden angesteuert wird.

-Programmänderungen vorbehalten-

Unsere Leistungen:

  • Fahrt im modernen Fernreisebus mit WC, Kaffeeküche und Getränkeservice
  • 1 Ü/HP in Thorn, Hotel „Filmar“
  • 2 Ü/HP in Heiligenbeil, Hotel „Zur Brücke“
  • 3 Ü/HP in Nesselbeck, Hotel „Usadba"
  • 3 Ü/HP in Nidden, Hotel „Nerija"
  • 1 Ü/HP in Schneidemühl, Hotel „Gromada“
  • Besichtigungsprogramme wie beschrieben inklusive Bootsfahrten, Orgelkonzert im Königsberger Dom, Mittagessen in Königsberg usw.
  • alle Steuern und Kurtaxen, Straßengebühren auch für die Kurische Nehrung sind im Preis enthalten
  • deutschsprachige Betreuung während des Aufenthaltes im nördlichen Ostpreußen wie auch in Litauen

  • Visabeschaffung

(Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen)

Preis p.P.: EUR 1.259,-
EZZ: EUR 230,-
Visagebühr: EUR 85,- (konventionelles Visum zur 2-maligen Einreise)

Weitere Auskunft / Anmeldungen erbeten unter: Dietrich Mattern,  Narzissenstraße 5 in 32584 Löhne, Tel.: 05732-8840 bzw. E-Mail: dima2_at_teleos-web.de