Landschafts- und Naturexkursion nach Ostpreußen

28.06.-07.07.2019

10 Tage

Masuren - Rominter Heide - Elchwald - Memeldelta - Kurische Nehrung

Reiseleitung:
Peter Westphal, Kreisgemeinschaft Elchniederung
Hubert Geiger, Städtische Forstverwaltung Tuttlingen

Ostpreußen, das Land der dunklen Wälder und kristall´nen Seen, der weiten Felder, Sümpfe und Moore, der Haffe und Nehrungen bietet für Naturinteressenten eine Vielfalt von Landschaften, die im dicht besiedelten West- und Mitteldeutschland nur noch in geringem Umfang vorhanden sind. Auf unserer Reise wollen wir einzelne Waldgebiete, das Memeldelta und die Besonderheiten der Kurischen Nehrung in den heute polnischen, russischen und litauischen Teilen Ostpreußens besuchen.

Reiseverlauf:
1. Tag: Anreise nach Thorn

Anreise mit dem Reisebus von Hannover mit Zwischenzustieg in Berlin (Bahnhof Schönefeld, Busbahnhof)  bis Thorn (Torun, Polen), Übernachtung in Thorn im Hotel "Bulwar" direkt an der Altstadt. Nach dem Abendessen begeben wir uns zu einer Stadtführung in die Altstadt.

2. Tag: Masuren - Borker Heide
Nach dem Frühstück Weiterfahrt durch Masuren über Allenstein (Olsztyn), die Borker Heide nach Szittkehmen (östlich von Goldap). Dort werden wir am Nachmittag mit dem besten noch lebenden Kenner der Rominter Heide, Herrn Dr. Andreas Gautschi, den südlichen, heute polnischen Teil, der Rominter Heide besuchen. Nach der Exkursion fahren wir zum polnisch/russischen Grenzübergang "Goldap". Nach dem Grenzübertritt geht es weiter nach Gumbinnen (Gusev, Kaliningrader Gebiet, Russische Föderation). Übernachtung in Gumbinnen, Hotel "Kaiserhof". 

3. Tag: Trakehnen & Rominter Heide
Von Gumbinnen fahren wir über Trakehnen (Kurzaufenthalt) zu einer ganztägigen Exkursion mit dem pensionierten Mitarbeiter der örtlichen Naturschutzverwaltung, Herrn Sergej Pogudin, in den nördlichen Teil der Rominter Heide und zum Wysztiter See in den Bereichen der ehemaligen Forstämter Warnen und Nassawen. Wir steigen in Kleinbusse um und sehen u.a. die Hirschbrücke und die Ruinen des kaiserlichen Jagdhauses Rominten. Einen Mittagsimbiss nehmen wir im ehemaligen Forstamtsgebäude Warnen ein. Am späten Nachmittag Ortswechsel und Fahrt in das Gebiet des ehemaligen Oberforstamtes Elchwald. Übernachtung im ehemaligen Forstamtsgebäude Neu Sternberg bei Augstagirren (Groß Baum, heute: "Hotel Forsthaus" in Sosnowka).

4. Tag: Großes Moosbruch & Elchwald
Nach dem Frühstück machen wir einen Spaziergang in den Bereich südlich des Hotels vorbei am ehemaligen Forsthaus Schwentoje (Ottergrund) zu einem russischen Jagdhaus, dem ehemaligen Forsthaus "Reußwalde", das ca. 5 km südlich von Neu Sternberg liegt. Wir erhalten einen Einblick in die Standorts- und Wuchsverhältnisse in den südöstlich des Kurischen Haffes gelegenen Lehmrevieren (ehemalige Forstämter Neu-Sternberg und Alt-Sternberg). Danach besuchen wir das Große Moosbruch, mit über 10.000 ha einst das größte Hochmoor des Deutschen Reiches. Herr Leiste hält einen Einführungsvortrag über die Geschichte des Oberforstamtes Elchwald. Mittagsimbiss im Moosbruchhaus (ehemals Staatl. Mooradministration Lauknen). Anschließend Exkursion in das Große Moosbruch. Übernachtung im Forstamtsgebäude Neu Sternberg, Groß Baum.

5. Tag: Elchniederung
Heute fahren wir in die Elchniederung zunächst in das Gebiet südlich der Gilge (Forstamt Tawellningken) mit Besuch von Seckenburg ("Tor zum Elchwald"). Danach Weiterfahrt nach Rauterskirch (Alt Lappienen), Mittagsimbiss in der Sozialstation, Besuch der Kirchenruine. Anschließend Besuch des ehemals kaiserlichen Jagdhauses Pait und des Fischerdorfes Karkeln. Wir erhalten einen Eindruck von den Kerneinstandsgebieten des Elchwildes im Erlenbruchwald des Memeldeltas in den ehemaligen Forstämtern Tawellningken und Ibenhorst. Weiterfahrt nach Tilsit (Sovetsk), Übernachtung im Hotel "Rossija".

6. Tag: Memeldelta & Schiffsfahrt über das Kurische Haff
In Tilsit überqueren wir die Memel über die Luisenbrücke (Grenzübertritt). Wir fahren durch das Memelland (Litauen) über Heydekrug (Silute) nach Kinten (Kintai). Nach einem Mittagsimbiss mit örtlichen Fischspezialitäten fahren wir mit einem Motorboot durch die Minge in das Memeldelta und überqueren das Kurische Haff. Nach der Ankunft in Nidden (Nida) auf der Kurischen Nehrung beziehen wir das Hotel "Nidos Banga". Zu deutscher Zeit befand sich auf diesem Anwesen das berühmte Künstlerhotel von Hermann Blode. Nach dem Abendessen begeben wir uns nochmals zum Hafen und besteigen ein Schiff, das uns in der Abendstimmung von der Haffseite ganz nah an die Große Düne heranführt. Übernachtung in Nidden.

7. Tag: Kurische Nehrung - litauischer Teil
Am anderen Tag besuchen wir die Hohe Düne von Land her und wollen uns mit den Dünenaufforstungen beschäftigen. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung (Bummel durch Nidden, Besuch des Thomas Mann-Hauses, Besuch des Ostseestrandes mit Bademöglichkeit).

8. Tag: Kurische Nehrung - russischer Teil
Südlich von Nidden überschreiten wir wieder die Grenze in die Russische Föderation (Kaliningrader Gebiet) in den südlichen Teil des ehemaligen Forstamtes Rossitten, heute russischer Nationalpark. Wir besteigen die Epha-Düne und besuchen danach die Vogelwarte Rossitten (Rybatschi), gegründet am 01.01.1901 von Prof. Thienemann als weltweit erste Vogelwarte. Die heute russischen Wissenschaftler führen uns in ihre ornithologischen Forschungen ein. Am Nachmittag fahren wir weiter nach Königsberg und sehen auf einer orientierenden Stadtrundfahrt die noch verbliebenen Sehenswürdigkeiten Königsbergs und die neue Stadt Kaliningrad. Wir machen Halt am wieder aufgebauten Königsberger Dom. Danach beginnt die Rückreise über den russisch/polnischen Grenzübergang bis Marienburg (Malbork, Polen). Übernachtung im Hotel "Centrum".

9. Tag: Marienburg
Mit einer geführten Besichtigung der Marienburg des Deutschen Ordens, eine der mächtigsten Backsteinburgen der Welt (UNESCO-Weltkulturerbe), verabschieden wir uns aus Ostpreußen. Wir fahren nach Westen vorbei an der "Kaschubischen Schweiz" und durch Hinterpommern Richtung Warthe. Im Hotel „Wodnik“ bei Landsberg an der Warthe/Gorzow Wielkopolski, malerisch an einem See gelegen, verbringen wir den letzten Abend unserer Fachexkursion und ziehen in gemütlicher Runde eine erste Bilanz.

10. Tag: Heimreise
Nach dem Frühstück setzen wir unsere Rückfahrt über Küstrin fort. Dort besuchen wir einen polnischen Markt bevor wir dann über die Oder wieder Deutschland erreichen. Am frühen Nachmittag erreichen wir Berlin (Bahnhof Schönefeld). Danach setzen wir die Heimreise nach Hannover fort.

- Programmänderungen vorbehalten -

Leistungen:

  • Fahrt im modernen Fernreisebus mit Klimaanlage, WC und Kaffeeküche
  • 1 Ü/HP in Thorn, “Bulwar” direkt an der Altstadt
  • 1 Ü/HP in Gumbinnen, Hotel “Kaiserhof”
  • 2 Ü/HP in Groß Baum, “Forsthaus”
  • 1 Ü/HP in Tilsit, Hotel „Rossija“
  • 2 Ü/HP in Nidden, Hotel „Nidos Banga“
  • 1 Ü/HP in Marienburg, Hotel „Centrum“
  • 1 Ü/HP in Dlugie (bei Gorzow Wielkopolski), Hotel „Wodnik“
  • Besichtigungsprogramm wie beschrieben
  • Alle Steuern u. Gebühren sind im Preis enthalten, inkl. Straßengebühren in Polen
  • Deutschsprachige Betreuung während des Aufenthaltes im nördlichen Ostpreußen und in Litauen sowie zu den Besichtigungen in Polen
  • Visabeschaffung

(Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen, maximal 25 Personen)

Preis p.P.: EUR 1.239,-
EZZ: EUR   200,-
Visagebühr: EUR   85,-

Anmeldungen bei Peter Westphal Tel./Fax 05324-798228 oder

Hubert Geiger Tel. 07462-565; EPost: hubert-geiger_at_web.de