Kurische Nehrung

Landschafts- und Naturexkursion nach Ostpreußen

07.07.-17.07.2021

11 Tage

Masuren - Rominter Heide - Elchwald - Memeldelta - Kurische Nehrung

Reiseleitung:
Hubert Geiger, Städtische Forstverwaltung Tuttlingen
Peter Westphal, Kreisgemeinschaft Elchniederung

Ostpreußen, das Land der dunklen Wälder und kristall´nen Seen, der weiten Felder, Sümpfe und Moore, der Haffe und Nehrungen bietet für Naturinteressenten eine Vielfalt von Landschaften, die im dicht besiedelten West- und Mitteldeutschland nur noch in geringem Umfang vorhanden sind. Auf unserer Reise wollen wir einzelne Waldgebiete, das Memeldelta und die Besonderheiten der Kurischen Nehrung in den heute polnischen, russischen und litauischen Teilen Ostpreußens besuchen.

Reiseverlauf:

1. Tag: Mittwoch, den 07.07.2021
Anreise mit dem Reisebus von Hannover mit Zwischenzustieg in Berlin (Bahnhof Schönefeld, Busbahnhof) bis Thorn (Torun, Polen), Übernachtung in Thorn im Hotel "Bulwar" direkt an der Altstadt. Nach dem Abendessen begeben wir uns zu einer Stadtführung in die Altstadt.

2. Tag: Donnerstag, den 08.07.2021
Nach dem Frühstück Weiterfahrt durch Masuren über Allenstein (Olsztyn) in das Ermland. Der Oberländische Kanal, eine ingenieurtechnische Meisterleistung des 19. Jahrhunderts, überwindet durch die Methode des „Aufschleppens“ den Höhenunterschied von 100 m zwischen dem Oberland und dem Ermland. Wir befahren bei einer ca. 2-stündigen Schiffstour den interessanten Abschnitt der „schiefen Ebenen“. Danach erreichen wir Masuren, das Land der großen Seen, zur heutigen Übernachtung im Hotel „Wodnik“ in Lötzen, der Sommerhauptstadt Masurens

3. Tag: Freitag, den 09.07.2021
Nach dem Frühstück Weiterreise am Rande der Borker Heide und vorbei an Angerburg bis nach Goldap, dem „Tor zur Rominter Heide“. Hier besuchen wir zunächst das kleine Heimatmuseum als thematischen Einstieg. Anschließend fahren wir weiter nach Szittkehmen (östlich von Goldap) und sehen das ehemalige Forstamtsgebäude Szittkehmen. Dort treffen wir den besten noch lebenden Kenner der Rominter Heide, Herrn Dr. Andreas Gautschi. Von da aus geht es dann (endlich) in den südlichen, heute polnischen Teil der Rominter Heide, und Dr. Gautschi wird uns einige sehenswerte Waldbilder und Einrichtungen aus deutscher Zeit zeigen. Unterwegs ist ein kleiner Mittagsimbiss vorgesehen. Am Nachmittag verabschieden wir uns von Herrn Dr. Gautschi und fahren zum polnisch/russischen Grenzübergang "Goldap". Nach dem Grenzübertritt geht es weiter nach Gumbinnen (Gusev, Kaliningrader Gebiet, Russische Föderation). Übernachtung in Gumbinnen im Hotel "Kaiserhof". 

4. Tag: Samstag, den 10.07.2021
Von Gumbinnen fahren wir über Trakehnen (Kurzaufenthalt) zu einer ganztägigen Exkursion mit dem pensionierten Mitarbeiter der örtlichen Naturschutzverwaltung Herrn Sergej Pogudin in den nördlichen Teil der Rominter Heide und zum Wysztiter See in den Bereichen der ehemaligen Forstämter Warnen und Nassawen. Wir steigen in Kleinbusse um und sehen u.a. die Hirschbrücke und die Überreste (Grundmauern) des kaiserlichen Jagdhauses Rominten. Einen Mittagsimbiss nehmen wir im ehemaligen Forstamtsgebäude Warnen ein. Am späten Nachmittag Ortswechsel und Fahrt in das Gebiet des ehemaligen Oberforstamtes Elchwald. Übernachtung im ehemaligen Forstamtsgebäude Neu Sternberg bei Augstagirren (Groß Baum, heute: "Hotel Forsthaus" in Sosnowka).

5. Tag: Sonntag, den 11.07.2021
Heute statten wir mit dem ehemaligen Forstamt Klein Naujok und der früheren Försterei Juwendt, zwei typischen preußischen Forstdienstgehöften, die bis heute weitgehend im baulichen Originalzustand (wenn auch leider etwas verfallen) erhalten sind, einen Besuch ab. Anschließend Besichtigungsstopp in Kelladden (Waldwinkel) im Museum der früheren deutschen Dorfschule mit vielen Originalexponaten aus der Vorkriegszeit. Danach besuchen wir das Große Moosbruch, mit über 10.000 ha einst das größte Hochmoor des Deutschen Reiches. Herr Leiste hält einen Einführungsvortrag über die Geschichte des Oberforstamtes Elchwald. Mittagsimbiss im Moosbruchhaus (ehemals Staatl. Mooradministration Lauknen). Anschließend Exkursion in das Große Moosbruch. Am späteren Nachmittag machen wir einen Spaziergang vorbei am ehemaligen Forsthaus Schwentoje (Ottergrund) zum ehemaligen Forsthaus "Reußwalde", das ca. 5 km südlich von Neu Sternberg liegt. Wir erhalten einen Einblick in die Standorts- und Wuchsverhältnisse in den südöstlich des Kurischen Haffes gelegenen Lehmrevieren (ehemalige Forstämter Neu-Sternberg und Alt-Sternberg). Hier findet ein Zusammentreffen mit Vertretern der russischen Jagdgesellschaft statt, die das ehemalige Forsthaus heute als Jagdhaus nutzen.  Bei einem gemeinsamen, rustikalen Grillabendessen nach russischer Art erhalten wir Einblicke in die heutigen jagdlichen Verhältnisse in den Lehmrevieren. Übernachtung im Forstamtsgebäude Neu Sternberg, Groß Baum.

6. Tag: Montag, den 12.07.2021
Wir fahren in die Elchniederung zunächst in das Gebiet südlich der Gilge (Forstamt Tawellningken) mit Besuch von Seckenburg, dem "Tor zum Elchwald". Danach Weiterfahrt nach Rauterskirch (Alt Lappienen), Mittagsimbiss in der Sozialstation, Besuch der Kirchenruine. Anschließend Besuch des ehemals kaiserlichen Jagdhauses Pait und des Fischerdorfes Inse nördlich der Gilge. Wir erhalten einen Eindruck von den Kerneinstandsgebieten des Elchwildes im Erlenbruchwald des Memeldeltas in den ehemaligen Forstämtern Tawellningken und Ibenhorst. Weiterfahrt nach Tilsit (Sovetsk), Übernachtung im Hotel "Rossija".

7. Tag: Dienstag, den 13.07.2021
In Tilsit überqueren wir die Memel über die Luisenbrücke (Grenzübertritt). Wir fahren durch das Memelland (Litauen) über Heydekrug (Silute) nach Kinten (Kintai). Nach einem Mittagsimbiss mit örtlichen Fischspezialitäten fahren wir mit einem Motorboot durch die Minge in das Memeldelta und überqueren das Kurische Haff. Nach der Ankunft in Nidden (Nida) auf der Kurischen Nehrung (nördlicher Teil des ehemaligen Forstamtes Rossitten, heute litauischer Nationalpark) beziehen wir unsere Zimmer im Hotel "Jurate", das hier schon zu deutscher Zeit als Hotel „Königin Luise“ Feriengäste empfing. Übernachtung in Nidden.

8. Tag: Mittwoch, den 14.07.2021
Nach dem Frühstück Auffahrt auf die Hohe Düne von Land her. Dort haben wir einen wunderbaren Blick auf die Dünenlandschaft, das Kurische Haff und die Ostsee. Bei der Rückfahrt bzw. dem Rückweg zu Fuß nach Nidden finden wir Gelegenheit, uns mit den Dünenaufforstungen zu beschäftigen. Anschließend Führung durch Nidden mit Besuch des Thomas-Mann-Hauses. Am Nachmittag Freizeit in Nidden (Einkaufen, Besuch des Ostseestrandes mit Bademöglichkeit oder einfach nur "Ausruhen"). Nach dem Abendessen geht es noch einmal per Schiff auf das Kurische Haff. Bei Sonnenuntergang kreuzen wir ganz dicht vor der großen Düne, ein beeindruckendes Naturschauspiel. Übernachtung in Nidden.

9. Tag: Donnerstag, den 15.07.2021
Südlich von Nidden überschreiten wir wieder die Grenze in die Russische Föderation (Kaliningrader Gebiet) in den südlichen Teil des ehemaligen Forstamtes Rossitten, heute russischer Nationalpark. Wir besteigen die Epha-Düne und besuchen danach die Vogelwarte Rossitten (Rybatschi), gegründet am 01.01.1901 von Prof. Thienemann als weltweit erste Vogelwarte. Die heute russischen Wissenschaftler führen uns in ihre ornithologischen Forschungen ein. Am Nachmittag fahren wir weiter nach Königsberg (Pr.) und sehen auf einer orientierenden Stadtrundfahrt die noch verbliebenen Sehenswürdigkeiten Königsbergs und die neue Stadt Kaliningrad. Wir machen Halt am wieder aufgebauten Königsberger Dom. Danach beginnt die Rückreise über den russisch/polnischen Grenzübergang bis Marienburg (Malbork, Polen). Übernachtung im Hotel "Centrum".

10. Tag: Freitag, den 16.07.2021
Mit einer geführten Besichtigung der Marienburg des Deutschen Ordens, eine der mächtigsten Backsteinburgen der Welt (UNESCO-Weltkulturerbe), verabschieden wir uns aus Ostpreußen. Wir fahren nach Westen vorbei an der "Kaschubischen Schweiz" und durch Hinterpommern Richtung Landsberg an der Warthe. Im Hotel „Wodnik“ bei Landsberg an der Warthe/Gorzow Wielkopolski, malerisch an einem See gelegen, verbringen wir den letzten Abend unserer Fachexkursion und ziehen in gemütlicher Runde eine erste Bilanz.

11. Tag: Samstag, den 17.07.2021
Nach dem Frühstück setzen wir unsere Rückfahrt über Küstrin fort. Dort besuchen wir einen polnischen Markt, bevor wir dann über die Oder wieder Deutschland erreichen. Am frühen Nachmittag kommen wir Berlin (Bahnhof Schönefeld) an. Danach setzen wir die Heimreise nach Hannover fort.

- Programmänderungen vorbehalten -

Leistungen:

  • Fahrt im modernen Fernreisebus mit Klimaanlage, WC und Kaffeeküche
  • 1 Ü/HP in Thorn, Hotel “Bulwar” direkt an der Altstadt
  • 1 Ü/HP in Lötzen, Hotel “Wodnik”
  • 1 Ü/HP in Gumbinnen, Hotel “Kaiserhof”
  • 2 Ü/HP in Groß Baum, Hotel “Forsthaus”
  • 1 Ü/HP in Tilsit, Hotel „Rossija“
  • 2 Ü/HP in Nidden, Hotel „Jurate“
  • 1 Ü/HP in Marienburg, Hotel „Centrum“
  • 1 Ü/HP in Dlugie (bei Gorzow Wielkopolski), Hotel „Wodnik“
  • Besichtigungsprogramm wie beschrieben
  • alle Steuern u. Gebühren sind im Preis enthalten, inkl. Straßengebühren in Polen
  • deutschsprachige Betreuung während des Aufenthaltes im nördlichen Ostpreußen und in Litauen sowie zu den Besichtigungen in Polen
  • Visabeschaffung

(Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen, maximal 25 Personen)

Preis p.P.: EUR 1.485,-
EZZ: EUR   275,-
Visagebühr: EUR 85,- (konventionelles Visum)

 

Anmeldungen bei
Hubert Geiger Tel. 07462-565; EPost: hubert-geiger_at_web.de oder
Peter Westphal Tel./Fax 05324-798228